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Ferdinand Rotter / Pago

 

Morgenstund

Wer Ferdinand Rotter am Golfplatz erleben will, muss früh aufstehen: Der Pago-Österreich-Boss frönt seinem Hobby am liebsten in der Morgendämmerung, wo er Kraft aus dem Naturerlebnis schöpft und den Kopf für den Job frei macht.

aus GR 09/02

Ferdinand Rotter nennt es Medi­tation und verbindet es mit einem Frühstücksservice für seine Fa­milie. Die „early tee-time“, oft schon um sechs Uhr morgens, eingebettet in ein allumfassendes Naturerlebnis, mit seinen eigenen Worten blumig umschrieben: „In mir entsteht ein Bild, wenn ich das endlos grüne Fairway sehe, das Green, die Bäume, das Wasser rundherum. Im Idealfall geht im Hintergrund die Sonne auf. Es gibt mir eine geistige Ruhe.“ Danach gibt’s Semmeln für die Familie, die er vom Bäcker holt und um acht Uhr ­serviert.
Bis es bei dem 45-Jährigen golferisch klick gemacht hat, verging einige Zeit: Auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung, die nicht automatisch mit einem Spielpartner verbunden ist, kommt ihm auf dem Weg vom Büro nachhause der GC Süßenbrunn in die Quere. Ohne Hintergedanken bleibt der jetzige Pago-Boss eines Tages stehen, um das Treiben der Menschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Etwas später, im Jahr 2001, ist es dann so weit: Golf & Rotter werden Freunde, und das recht rasch. Als Vorteil erweisen sich die geografische Nähe seines Wohnortes zum GC Schönfeld und der stressfreie Zugang zu Golf, 9-Loch-Platz sei Dank. „Meine Ambitionen waren so gestrickt, dass ich erst dann auf den großen Platz wechseln wollte, wenn ich die 9-Loch-Anlage mit zumindest neun Doppelbogeys absolvieren kann“, so Rotter, den das klassische Golf-Virus samt seiner kurzen Inkubationszeit voll erwischt.

Golf, aber nicht nur
Wer sich jetzt den üblichen Weg eines fast jeden Golfers vorstellt, ist bei Ferdinand Rotter an der falschen Adresse: Auf den Urlaub im Zeichen von Driver & Wedge verzichtet er gänzlich – und gerne, wie er erklärt: „Der Job knabbert an meiner Zeit, Golf ebenso, also gehört die restliche Freizeit der Familie.“ Auf dem Programm stehen dann vor allem Städtereisen. Wiewohl der Morgenmensch nicht ausschließen kann, dass es nicht doch einmal passieren würde. Denn Plätze wie St. Andrews oder überhaupt die schottische Linksgolf-Fraktion haben es ihm angetan. „Allerdings“, stapelt Rotter tief, „macht es erst mit einem halbwegs vernünftigen Handicap einen Sinn, solche Plätze zu spielen.“ Mit seinen 23,6 sei er zwar grundsätzlich zufrieden, unter 20 wolle er aber schon kommen.
Auf das britische Golf stellt er sich in der Zwischenzeit perfekt ein, wann immer eine Runde im Heimatclub GC Schönfeld ansteht, quasi dem schottischsten aller österreichischen Golfplätze: „Der Wind pfeift bei uns teilweise richtig hantig, und dann wird jede Runde zu einer echten Herausforderung.“
Apropos Herausforderung: Dieser stellt sich der dreifache Familienvater seit nunmehr fünf Jahren beruflich als „Country ­Manager“ von Pago Österreich und Schweiz. Einer Marke mit mehr als 100 Jahren Tradition, die ihre Ursprünge in Kärnten hat. „Mir gefällt es, für ein generationsübergreifendes Produkt zu arbeiten. Pago ist in ­Ã–sterreich seit Jahrzehnten ein Synonym für Fruchtsaft, und sogar ich selbst kann mich daran erinnern, mit meinem Groß­vater schon Pago getrunken zu haben“, so Rotter.
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Passt zu Golf
Als Partner der Austrian Golf Open in Fontana und Sponsor einiger Jung-Pros, die stolz einen gediegen designten Gürtel mit Pago-Gürtelschnalle tragen, demonstriert der Fruchtsaft-Erzeuger auch die Nähe zu Golf. Kein Wunder: Trinken muss schließlich jeder, auch wir Golfer.
Für Rotter ist der European Tour Event in Fontana Spaß und Business gleichermaßen: „Es ist einfach toll, solchen Kapazundern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Und man kann den Veranstaltern als Golfer in Österreich nur dankbar sein, dass sie ein Turnier dieser Größenordnung und mit ­solchen Topstars nach Fontana bringen. Auch heuer wieder sind wir bei diesem Top-Event als Partner dabei.“
Das perfekte Set-up nützt Pago, um Jahr für Jahr Topkunden und Geschäftspartner nach Fontana einzuladen, um im gediegenen Ambiente des Golfclubs und der tollen Atmosphäre den Kontakt entsprechend zu pflegen. Das zählt mittlerweile auch bei den Golf-Runden von Ferdinand Rotter zum Standardprogramm, zumal die Gastronomie in den Clubs ohnedies zum Großteil Partner von Pago ist. Rotter: „Wir haben natürlich abklären lassen, wie die Kernwerte von Golf und Pago zusammenpassen, auch wenn es auf der Hand liegt, dass sie es tun: Es geht bei beiden um Genuss und Tradition, und daher ergibt das einen wunderbaren Output für uns.“ Die Internationalisierung von Pago ging übrigens in den 1980er-Jahren Richtung ­Italien vonstatten. Heute hat sich das Unternehmen in fünf Kernländern ­etabliert und ist in Österreichs Nachbar­ländern mit der breiten Produktpalette des Fruchtsaft-Erzeugers bereits verankert.

Business am fairway
Neben dem Engagement bei den Austrian Golf Open gönnt sich Pago seit einigen Jahren auch ein eigenes Golfturnier, das Rotter als „wunderbares Get-together sieht, das sich perfekt in die Markenwelt einfügt“. Das letzte ging im Vorjahr am GC Am Mondsee über die Bühne, heuer macht man wenige Tage vor den Austrian Open in Fontana Station. Und sollte sich bei diesem Event, dessen Einladungen begehrt sind wie Karten fürs Neujahrs­konzert, der eine oder andere Geschäftspartner einmal „verzählen“, ist das für den Pago-Manager nicht weiter schlimm: „Ich unterstelle niemandem Bösartigkeit oder Arglist. Es kann immer wieder mal vorkommen, dass man einen Schlag verdrängt oder sich mit den Regeln nicht hundertprozentig gut ­auskennt. Viel wichtiger ist, das Ganze zu genießen, und dabei geht es nicht immer nur um den Turniersieg. Auch ein toller Bunkerschlag kann Freude bereiten.“
Ebenso wie das Berufsleben, in dem ­Rotter sich auf seine KollegInnen immer verlassen kann. Schließlich sei es wie im Golf ein ständiges Auf und Ab und deshalb besonders wichtig, dass der Team-Spirit gut ausgeprägt ist. Läuft es am Platz einmal nicht nach Wunsch, zaubert der 44-Jährige sein Eisen 5 aus dem Bag, das ihm Vertrauen und ­Sicherheit gibt und ihn wieder zurückbringt ins Spiel.

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