Austrian GolfOpen 2010

UNIQA Ladies Open

Saab Vierball-Challenge

Kult-Polos zu verkaufen

Gewinnspiele

Videos

Dr. Gerhard Matschnig / Zürich

 

Kraft der Gelassenheit

Dr. Gerhard Matschnig, CEO der Zurich Versicherungs-Aktiengesellschaft, ist im Berufsleben zielstrebig, weiß seine Mitarbeiter zu motivieren und hat Lust am Erfolg. Beim Golf beschränkt sich der Ehrgeiz auf das Vergnügen, die Natur zu genießen.

aus GR 0904/05

Man kann den Start der Golf­karriere des Zurich-CEOs als durchaus widerwillig bezeichnen, was Matschnig auch bereitwillig zugibt: „Als ich von meinen Mit­arbeitern vor nunmehr zehn Jahren, damals war ich noch in Graz, ein Golfbag geschenkt bekommen habe, wusste ich nicht wirklich was damit anzufangen.“ Immerhin mühte sich der gelernte Jurist durch die Platzreife und wollte in den ersten Monaten „gut 100-mal wieder mit Golf aufhören“. Zu groß war der Frust, zu unentspannt der Zugang, und die Motivation war eine falsche: „Es kann nicht sein, dass ich das nicht kann.“ 

Die Erleuchtung kam trotzdem, und seitdem regiert die Gelassenheit das Golf des Dr. Matschnig, worauf er zu Recht stolz ist. „Ich kann mittlerweile schlechte Schläge ­unglaublich rasch wegstecken“, meint der 52-Jährige und führt als Beispiel gleich ein Birdie an, das er nach einem Beinahe-Girlie noch gespielt hat. In Bad Waltersdorf, auf Loch 16, einem langen Par 4, wo Matschnig den dritten Schlag aus 120 Metern einlocht. Apropos: Im Vorjahr feierte der gebürtige Kärntner gleich mehrfach solche Erlebnisse. Neben einem ­Hole-in-One auf Loch 10 im GC Gut Freiberg jubelte der Zurich-Boss auch noch über einen Eagle: „Der Lohn meines ­fleißigen Trainierens. Ich übe gern, und ein Handicap unter 20 wäre fein. Ich würde mein Leben, auch wenn ich viel Zeit habe, aber nicht dem Golf unterordnen.“

Zwischen privat & Business
Wohl hat Matschnig mit der Zurich Business Golf League, einer feinen fünfteiligen Turnierserie, aber jene Plattform im Golf gefunden, die er als ideal empfindet: „Das Networking bei diesen Events hat von Anfang an perfekt geklappt. Die Serie hat klein begonnen und ist heuer richtig gehend explodiert.“ Was natürlich auch Nachteile mit sich bringt: Doppelt besetzte Tees sorgen für langsames Spiel. ­Andererseits ist das die perfekte Möglichkeit für den Lavanttaler, sich seiner Lieblingsmaterie zu widmen: der Körpersprache. „Golf entlarvt alle“, sagt Matschnig und weiß das entsprechend zu deuten. „Ich schließe auf das zurück, worauf ich bei dem Menschen im Geschäftsleben achten muss. Was ist ihm wichtig, wo muss ich aufpassen, was kann man ­tolerieren, weil es eigentlich keine Aussagekraft hat. Wenn man gelernter Verkäufer ist, dann achtet man auf Körperreaktionen.“ 

Außerhalb der Zurich Business Golf League bevorzugt der Jurist übrigens private Runden mit Freunden. Auf Woods & Co als Flightpartner könne er gern verzichten. Wenn er was lernen wolle, gehe er lieber zum Pro. 

Begeisterter Österreichfan
Fragt man den charismatischen Zurich-Boss – „Ich mag es, auf der Bühne zu stehen und unsere Mit­arbeiter zu begeistern“ – nach seinen Lieblingsdestinationen im Golf, liegt Österreich an erster Stelle. Auch für Mallorca hat Matschnig ein Faible entwickelt und für alles, „was man in zwei Stunden per Flieger gut erreichen kann“, lautet die pragmatische Antwort. Und: „Mir sind die Leute, mit denen ich spiele, wichtiger als der Platz.“ Turniere wie die ­Austrian Open interessieren den Handicap-26-Golfer aber dann doch. Im Vorjahr war Matschnig, der mittlerweile auch schon ein wenig missionarisch tätig ist – „Wir machen Golf-Incentives für unsere Makler, von denen 70 Prozent noch nicht mit Golf in ­Berührung gekommen sind“ –, sogar bei den British Open in Royal Birkdale. 

In den USA hat Zurich, das weltweit rund 60.000 Menschen beschäftigt, sogar ein ­eigenes Turnier auf der US Tour: die Zurich Classic of New Orleans. Österreich ist leider zu klein für ein Investment in dieser Preis­klasse, auch wenn Zurich zu den großen fünf Versicherern weltweit gehört. 

Da setzt Matschnig lieber auf feine B2B-Events oder Charityturniere. Für 2010 tüftelt der umtriebige Topmanager bereits an einem großen Charity-Turnier – und mit seiner Fähigkeit, Menschen zu begeistern, wird es wohl eine feine Veranstaltung werden.

 

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie die Netiquette. Beschimpfungen, Verbalattacken und unpassende Kommentare werden nicht veröffentlicht


Sicherheitscode
Aktualisieren